… ist schon ne witzige Sache. (Schriebs, aß weiter Nutella und bereitete sich mental auf den Umzug nach Köln vor.)
Hallo! Lange nichts gehört.
Der Begrüßung folgt eine unvollständige Auflistung von Festen in der Region innerhalb von ein paar Wochen, die mir gerade spontan einfallen und auf denen ich entweder war oder von ihnen gehört habe und dachte “Huch, schon wieder ein Fest. Ich muss die mal alle auflisten. Listen sind toll”.
Turnfest, Frankfurt. Fressgassfest, Frankfurt. Wäldchestag, Frankfurt. Schlossgrabenfest, Darmstadt. Open Doors Musikfestival, Neu-Isenburg. Mainuferfest, Offenbach. Open-Air-Festival, Offenbach. Johannisfest, Mainz. Heinerfest, Darmstadt. Wilhelmstraßenfest, Wiesbaden. Schweizer Straßenfest, Frankfurt.
Nächste wichtige Mitteilung: Entscheiden kann ganz schön schwer sein. Wer dazu neigt, sich Entscheidungen extraschwer zu machen, kann leicht dem Wahnsinn anheim fallen - sei es die Studienwahl oder, und es ist nur ein kurzer Schritt dorthin, lediglich die Eissorte. Dies sei aus gegebenem Anlass erklärt, mit den Festen hat es nichts zu tun; vielleicht gibt es hier wahnsinnig viele, aber mit dem Wahnsinn, den Entscheidungsschwierigkeiten hervorrufen (oder war es umgekehrt?), hat das nichts zu tun. Oder doch? Ich weiß nicht. Ich rede lieber wieder mit meiner Quietscheente. (Anm.: Sie sagt, sie hat gehört, es gebe in der Nähe ein Fest.)
“Wir sehen Kornkreise auf den Mohnfeldern von zugedröhnten Wallabys”, erklärte Tasmaniens Generalstaatsanwältin Lara Giddings am Donnerstag im Parlament der Inselhauptstadt Hobart. Bei der Parlamentsfragestunde ging es um die Sicherung der millionenschweren Mohnernte der Insel.
Der Mohn wird von etwa 500 Farmern unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für die Pharmaindustrie angebaut. Aus ihm wird etwa die Hälfte des legalen weltweiten Bedarfs an Morphium und anderen Schmerzstillern gewonnen.
Landwirt Lyndley Chopping baut seit 30 Jahren Mohn an und bestätigt die Angaben der Generalstaatsanwältin über die Zeichen aus niedergetretenen Blumenstängeln. “Die Tiere kommen, fressen ein paar Samen und verschwinden wieder”, sagte Chopping. “Dann kommen sie wieder und hinterlassen dabei die Kreise. Es scheint, sie wissen, wann sie genug haben.”
Auch Rick Rockliff, ein Sprecher des führenden Opiumherstellers Tasmanian Alkaloids Pty, bestätigt Giddings Analyse. “Es ist möglich, dass die Tiere ein bisschen an den Samenkapseln gesaugt haben”, sagte er, während er auf ein paar der nahrhaften Mohnsamen herumkaute.
“Die Kapseln enthalten besonders viel Alkaloid, so dass sich dann eine kurzfristige Wirkung zeigt. Die Mohnsamen enthalten nun mal ein Narkotikum und können in größeren Mengen solch eine Wirkung haben.”
Wieder wichtige Sachen auf meiner To-Do-Liste abgehakt:
- An Raviolidose geschnitten
- Auf McDonald’s-Klo Outfit gewechselt
- In Nieder-Olm gewesen
- Mitten in Frankfurt an einer Ampel geschätzte 598 Trecker vorbeifahren sehen
- Dumme Dinge unter dummer Überschrift aufzählen
Lest mehr Zeitung! Und kauft sie am besten auch gleich, auf dass die gedruckten Medien wieder mehr einbringen. Mach ich zwar selber nicht, aber ein bisschen appellieren kann ich ja mal - vielleicht belebt das die Branche.
Jetzt also Jura
Der Annes-Blog-Konzern verlegt seinen Hauptsitz nach Frankfurt, um im nahegelegenen Mainz Rechtsgeschäfte abzuwickeln. Das gab das Unternehmen kürzlich halböffentlich bekannt. Weder solle die Berliner Nebenstelle vernachlässigt werden noch die Qualität der publizistischen Erzeugnisse unter dem rechtswissenschaftlichen Einfluss leiden, so Annes Blog. Aus Firmenkreisen hieß es, der Schritt sei ohne nennenswerte vorherige Planung vollzogen worden. “So was kann hier keiner”, urteilt ein Insider. “Ein Saftladen.”
Aus gegebenem Anlass möchte die Autorin darauf hinweisen, warmen Worten zum Geburtstag nicht abgeneigt zu sein. (Geschenken auch nicht.)
Loretta am Wannsee macht zu. Mitte September wird das Gelände verkauft und der Biergarten nach 27 Jahren geschlossen. Geschlossen?! Meine halbe Kindheit bestand aus Fahrradtouren zu Loretta! Bei Loretta habe ich gefühlte 3000 Brezeln gegessen und ebenso viele Liter Fassbrause getrunken, auf dem Spielplatz Aufschwung geübt, Comics gelesen und Karten gespielt. Ich habe Spatzen gefüttert und erforscht, was passiert, wenn ich meine Brezel in meine Fassbrause stippe (Für Neugierige: Sie wird weich und schmeckt laugig-fassbrausig). Sogar das müllkippenähnliche Tal hinter dem Spielplatz habe ich erkundet (und einen Einkaufswagen gefunden). Die Kieselsteine, die grünen Stühle, die Biertische, Brezeln, Maiskolben, Gewürzgurken - die kann es doch nicht alle auf einmal nicht mehr geben! Da kann doch nichts anderes hin! Auf ihrer Homepage rufen die Betreiber dazu auf, Vorschläge für eine neue Bleibe zu machen. Wer hat welche? Wo ist Platz? Hat jemand nen großen Vorgarten? Vorm Reichstag ist doch so viel nutzlos freier Rasen, oder? Und was kommt eigentlich auf die Baustelle am S-Bahnhof Schlachtensee? Bestimmt nichts so Essentielles wie Loretta.
Und viele Eier. Ich empfehle die Geschmacksrichtungen Klassisch Hühnerei, Nugat und Tiramisu.


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